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Jahres-Rückblick 2011
Fusion Festival - O.Z.O.R.A Festival & S.U.N Festival - Deutscher Sommer - Paradise Valley-Eklat - mushroom fragt nach!
Und wieder ist ein Jahr vorbei gerauscht. Es wurde viel gelacht, aber auch manchmal geweint. Es gab haufenweise gute Musik und auch einfallslosen Müll. Es gab diesmal viel Regen und eher wenig Sonne. Aber letztendlich ist es mit einem Jahr wie mit einem Festival: Der eine erlebt es als unglaublich gelungen und erleuchtend, die andere eher als...so lala.
Daher haben wir an dieser Stelle auch nicht den Anspruch, euch das gesamte Szenegeschehen 2011 zu dokumentieren. Vielmehr haben wir uns ein paar besondere Ereignisse und Entwicklungen herausgesucht, die wir euch noch mal in Erinnerung rufen möchten.
Fusion Festival
Mit aller Mühe versucht das Fusion Festival an seinem ursprünglichen Status als Underground-Event festzuhalten. Nachdem die auf immerhin 55.000 Stück limitierten Tickets für 2011 innerhalb kürzester Zeit ausverkauft waren, entschieden sich die Veranstalter diesmal für eine neue Strategie:
- Es fand grundsätzlich kein Vorverkauf, sondern eine Verlosung von so genannten Kaufoptionen statt. Durch Einführung des Zufallprinzips sollte Chancengleichheit für alle geschaffen werden, bei gleichzeitig „übersichtlich“ gehaltener Veranstaltungsgröße.
Offenbar ist jedoch auch im Ferienkommunismus das Phänomen der Cliquenwirtschaft verbreitet:
- Wer viele Freude hat, konnte dank Gruppenbildung das eigene Glück im Losverfahren bis aufs 15-fache erhöhen. „Dieses Verfahren garantiert für alle Fusionist_innen eine, wenn auch nicht 100prozentige, so zumindest größtmögliche Chancengleichheit auf ein Ticket“, so die Veranstalter.
Viele Fans dachten anders und zahlreiche Unmutsbekundungen wanderten durch Facebook & Co. Dennoch kann der Fusion letztendlich kein Vorvorwurf gemacht werden, das Festival sieht sich lediglich mit der Tatsache konfrontiert, dass eben nicht nur ein Produkt, sondern auch eine Idee irgendwann ausverkauft ist.
„Tust du's, ist es schlecht – lässt du's, dann erst recht“, wie es Bart Simpson einst trefflich auf den Punkt brachte.
O.Z.O.R.A. Festival & S.U.N. Festival
Nachdem sich die O.Z.O.R.A. bereits im vorigen Jahr als voller Erfolg erwies, war sie 2011 das vermutlich beliebteste Trance Festival des Planeten, zumindest waren sowohl die Besucherzahlen als auch das Feedback schlichtweg überragend. Dementsprechend groß war die allgemeine Bestürzung, als Mitte Oktober Gerüchte über das Ende der O.Z.O.R.A. die Runde machten.
Wie sich schnell herausstellte, entsprachen sie jedoch nicht den Tatsachen. Vielmehr haben eine Reihe wichtiger Protagonisten, wie z.B. Bubble Balazs, das Veranstalterteam verlassen. Als Gründe wurden in Interviews interne Differenzen bezüglich gewisser Grundsätze und Standards genannt, was in den sozialen Medien die unvermeidliche „Kommerz-Debatte“ befeuerte.
Das O.Z.O.R.A. Festival wird 2012 wie gehabt in Ungarn stattfinden, nur mit verändertem Veranstalterteam. Die ehemaligen Mitglieder haben indes das S.U.N. Festival ins Leben gerufen, das sie auf Facebook als „Stammestreffen und Gemeinschaftsraum“ beschreiben. Konkretere Informationen über Ort und Termin dieses Open Airs lagen beim Redaktionsschluss noch nicht vor.
Deutscher Sommer
Im Jahre 2011 verschwand der deutsche Sommer auf dem Weg zur Arbeit spurlos. Zwar wurde er bei seinem Aufbruch im April von zahlreichen Zeugen beobachtet, jedoch erreichte er nie seinen Bestimmungsort.
Statt der für die Freiluft-Saison sehnlich erwarteten Sommerwärme stellte sich herbstliches Wetter mit ergiebigen Niederschlägen und empfindlichen Kälteeinbrüchen ein. Auf den beliebten deutschen Festivaläckern spielten sich in puncto Schlamm und Überschwemmung teilweise wirklich groteske Szenen ab. Als Nebeneffekt erlebte die wasserabweisende Müllsack-Mode eine kreative Blütezeit.
Paradise Valley-Eklat
In den Morgenstunden des 20. November kam es auf einer Party die der Nähe von Soest zu einem ausgesprochen unschönen und bedauerlichen Vor
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